Deutsche Gesellschaft für Therapeutische Hypnose und Hypnoseforschung e. V. (GTH)

in der internationalen Gesellschaft für Integrative Tiefenpsychologische Therapie in Hypnose und Hypnoseforschung e. V. (I-GTH / INFIDEPTH) 
HOME HOME   GTH / I-GTH GTH / I-GTH   Hypnose Hypnose   Ausbildung Ausbildung   Seminare Seminare   Therapeuten Therapeuten   Kongress Kongress   Impressum Impressum   
HYPNOSE  

 

 

 

 


Was ist Hypnose?

Hypnose ist entwicklungsgeschichtlich der älteste Bewusstseinszustand des Menschen, der in den entsprechenden Gehirnbereichen ständig aktiv bleibt und lebenswichtige Aufgaben erfüllt. Er ist sehr viel älter als der Schlaf und das rationale "Wachbewusstsein" und vermischt sich ständig mit diesen beiden jüngeren Bewusstseinszuständen.

Abgesehen von der Extremsituation der Showhypnose, die sich ganz auf die in Hypnose stark erhöhte Suggestibilität konzentriert, ist Hypnose daher ein natürlicher Bewusstseinszustand.

Situationen mit besonders hohen hypnotischen Bewusstseinsanteilen sind z. B. bei erhöhter Konzentration (z. B. beim Betrachten eines Fernsehkrimis) oder bei monotonen Tätigkeiten (Fließbandarbeit, Autobahnfahrt) gegeben, aber auch bei belastenden Kindheitserinnerungen oder beim Ablauf eingeübter bzw. eingefahrener Verhaltensmuster.

Auch in Beziehungen mit starken Autoritätsgefällen (z. B. Arzt - Patient, Offizier -Rekrut) oder in meditativen Zuständen lässt sich ein deutlich erhöhtes Hypnosebewusstsein beobachten.

Dasselbe gilt für sehr starke Reize (z. B. Discomusik) wie auch für eine länger anhaltende Reizarmut (z. B. die monotone Sprechweise eines Gesprächspartners).

Man kann die Hypnose deshalb durchaus als alltäglichen Bewusstseinszustand betrachten.

Hypnose ist also ein Bewusstseinszustand, der uns durchaus vertraut ist, obwohl wir die fließenden Übergänge zwischen Hypnose und Wachsein in der Regel kaum bemerken.

Charakteristisch für Situationen mit mehr oder weniger starkem Hypnoseanteil ist, dass die Wahrnehmungsbreite in Bezug auf das aktuelle gegenwärtige Erleben eingeschränkt ist und sich die Aufmerksamkeit auf bestimmte äußere Schlüsselreize bzw. auf das innere Erleben konzentriert.

Es kommt hinzu, dass sich die in Hypnose erlebten seelischen Abläufe nicht auf die Großhirnrinde beschränken, sondern dass sie verstärkt die tieferen und stammesgeschichtlich älteren Hirnschichten einbeziehen.

Daraus folgt, dass in Hypnose sowohl die vegetative Steuerung von Organsystemen über das Limbische System erreichbar ist (wie auch beim autogenen Training) als auch tiefere seelische Schichten zugänglich werden (Prägungen im frühen Kindesalter, Unbewusstes, verdrängte Gefühle). Für Werner J. Meinhold ist deshalb das Hypnosebewusstsein (oder die "bewusste Hypnose") der Schlüssel zu einer im wahrsten Sinne des Wortes ganzheitlichen Therapie, wie sie in der Medizin leider noch viel zu selten realisiert wird.

Die therapeutischen Möglichkeiten, die sich aus dem bewussten Einsatz der Hypnose erschließen, sind deshalb in ihrer Reichweite kaum zu überschätzen. Die neue Definition der Hypnose zeigt zudem, dass grundsätzlich jede Behandlungssituation (also auch bei nicht-psychotherapeutischen Therapien) hypnotische Elemente enthält, die natürlich auch dann wirksam sind, wenn der betreffende Therapeut und sein Patient nichts von Hypnose wissen; dies hat allerdings oft abträgliche Folgen, z. B. durch unbewusste Negativsuggestionen seitens des Therapeuten (Beispiel: Mitteilung einer schlechten Prognose wird wie eine Suggestion verarbeitet).

 


Arzt und Begründer der Magnetopathie, 1734 - 1815
Franz Anton Mesmer hat als einer der ersten die Geheimnisse des Unbewussten entschleiert ...
Sigmund Freud, 1856-1939,
Begründer der Psychoanalyse, erforschte als erster wissenschaftlich das menschliche Unterbewusstsein

 

 

 

 

 

 

 

 

Hypnosebewusstsein als Schlüssel zu einer ganzheitlichen Therapie

 

 

 

 

Hypnotische Elemente in jeder therapeutischen Situation

© copyright Seitenanfang Drucken E-Mail Kontakt