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Deutsche Gesellschaft für Therapeutische Hypnose und Hypnoseforschung e. V. (GTH) |
in der internationalen Gesellschaft für Integrative Tiefenpsychologische Therapie in Hypnose und Hypnoseforschung e. V. (I-GTH / INFIDEPTH) |
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SUGGESTIVE VERFAHREN Ungeachtet der weit reichenden therapeutischen Möglichkeiten, die sich aus dem geschilderten neuen Verständnis des Hypnosebewusstseins ergeben, wird unter Hypnosetherapie oder Heilhypnose vielfach immer noch ein reines Suggestivverfahren verstanden. Die Suggestivhypnose kann durchaus bei akuten Zuständen indiziert sein und ist dann auch meist recht wirkungsvoll, ebenso bei manchen verhaltenstherapeutischen Strategien, bei der Rehabilitation nach Unfällen oder schweren Erkrankungen sowie zur Unterstützung anderer Therapieverfahren. Eine in den letzten Jahren zu Recht immer beliebter werdende Anwendung ist z. B. der Einsatz beim Zahnarzt. Wird die suggestivhypnotische Therapie jedoch über einen längeren Zeitraum fortgesetzt, besteht - wie auch bei medikamentöser Symptombeseitigung - immer die nicht zu unterschätzende Gefahr einer "Symptomverschiebung". In der Praxis bedeutet das, dass sich nach längerer Zeit aus einer suggestivhypnotisch oder medikamentös unterdrückten Erkrankung oder Störung eine andere, oft gravierendere Erkrankung oder Störung entwickeln kann, ohne dass der Patient bzw. der symptomatisch behandelnde Therapeut den Zusammenhang erkennt. Grundsätzlich sollte deshalb eine Erkrankung oder Störung nicht einfach (ohne zuvor analytisch die tieferen Ursachen zu klären) "weghypnotisiert" werden. Zu den suggestiven Hypnoseverfahren gehören aus der hier dargestellten Sicht der Hypnose das Neurolinguistische Programmieren (NLP), die über schnelle Augenbewegungen arbeitenden Therapietechniken und die situationsanalytischen Techniken. Alle diese Verfahren berufen sich auf gute Erfolge und haben selbstverständlich ihre Berechtigung, wo Patient und Therapeut einvernehmlich an dem angestrebten Ziel arbeiten. Aus tiefenpsychologischer Sicht stellt sich allerdings bei symptomorientierten Vorgehensweisen die Frage, ob auf diese Art nicht die unbewusste seelische Dynamik einer Störung oder einer Erkrankung unberücksichtigt bleibt. Erwähnt seien auch solche Verfahren der Suggestivhypnose, die versuchen, den Patienten auf ein "positives Denken" und damit auf eine erfolgreiche Lebensführung hin zu programmieren. Das ist prinzipiell ein legitimer Einsatz der Hypnose, weil in unserem Kulturkreis tatsächlich viele Menschen unter einer eher depressiven und mutlosen Einstellung zu sich selbst, zur Welt und zum eigenen Leben leiden. Zu bedenken ist jedoch: Strebt der Patient auf diesem Weg eine flüchtige Glücksideologie an oder möchte er sich tiefer mit sich selbst auseinandersetzen? Alle wichtigen Bereiche der suggestiven Techniken in Hypnose sind auch Teil des Ausbildungsganges "Therapie in analytischer Hypnose GTH". |
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